Der Solarmodul-Hersteller EverQ hat nach Angaben von Geschäftsführer Ted Scheidegger einen Kapitalbedarf von mehr als 500 Mio. Euro, um seine Wachstumspläne zu finanzieren. Das Kapital solle über einen geplanten Börsengang und die Aufnahme von Krediten aufgebracht werden. Die bisherigen Anteilseigner von EverQ, darunter die norwegische Renewable Energy, Q-Cells aus Thalheim und Evergreen Solar (US-Bundesstaat Massachusetts), die jeweils ein Drittel an der Gesellschaft halten, würden entscheiden, wer mit dem Börsengang beauftragt werde. Der Verkauf der Aktien und die Aufnahme der Notierung an der Frankfurter Börse sollen im ersten Quartal 2009 abgeschlossen werden. Das in Bitterfeld-Wolfen ansässige Unternehmen will mit zusätzlichen Fabriken die Produktionskapazität bis 2012 auf 600 Megawatt Peak versechsfachen. Im laufenden Jahr erwartet Scheidegger einen Anstieg der Erlöse um 44 % auf etwa 200 Mio. Euro – siehe auch das Interview mit Q-Cells-CEO Anton Milner in der GoingPublic Sonderausgabe „Solartechnologie 2008“,  Seite 34.