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Chrysler Group LLP
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Der italienische Autobauer Fiat möchte seine Tochter Chrysler an die Börse bringen. Gestern Nachmittag wurde der Börsenprospekt veröffentlicht, jedoch noch ohne Angaben zu Preisspanne oder Emissionsdatum. Und das aus gutem Grund: Das Gelingen des Börsengangs ist alles andere als sicher.

Verschiedenen Medienberichten zufolge soll das IPO Fiat nur dazu dienen, den 41,5%-Anteil des zweitgrößten Eigners, dem Gesundheitsfonds der Autogewerkschaft UAW, aufzukaufen. Fiat möchte die amerikanische Tochter zu 100% kontrollieren und deren Profitabilität direkt im Haus haben. Doch auf normalem Wege können sich die beiden Parteien seit Wochen auf keinen Kaufpreis einigen. Wie das Handelsblatt berichtet, bewertet Fiat Chrysler mit 4,2 Mrd. USD, die Amerikaner sehen den Autobauer jedoch bei 10,3 Mrd. USD. Nach einem IPO könnte Fiat die Anteile zu Marktpreisen über die Börse erwerben.

Manche spekulieren jedoch, dass die Vorbereitungen auf einen Börsengang nur dazu dienen, ein Gefühl für eben jenen Marktpreis zu bekommen. Eine Einigung könnte dann doch noch stattfinden und das IPO abgeblasen werden.