Im Vorfeld haben die Leverkusener 443.514 Aktien aus einer Kapitalerhöhung zu 15 Euro pro Anteil privat platziert. Die Notierungsaufnahme wird aller Voraussicht nach am 30. Oktober am Geregelten Markt der Börse Düsseldorf stattfinden.

Der Mittelzufluss durch die Privatplatzierung lag bei ca. 6,5 Mio. Euro, mit der die strategischen Ziele umgesetzt werden sollen, wie es allgemein formuliert hieß. Im Juli noch hatte Biofrontera einen Emissionserlös von 30 bis 40 Mio. Euro angestrebt.

Biofrontera hat sich zum Ziel gesetzt, in wenigen Jahren zum Spezial-Pharma-Anbieter aufzusteigen. Den Schwerpunkt der Aktivitäten legen die Rheinländer auf die Sparten  Dermatologie und Entzündungskrankheiten. Zu den Hoffnungsträgern zählen die Medikamente „BF-200 ALA“ gegen aktinische Keratose und „BF-Derm1“ zur Behandlung von chronischer Urtikaria. Bei aktinischer Keratose handelt es sich um Verhornungsstörungen der Haut, die wiederum eine Vorstufe zum Stachelzell-Hautkrebs darstellen. Experten geben hier zu bedenken, daß etwa jeder zehnte Patient mit aktinischer Keratose auch an Stachelzellkrebs erkrankt. Urtikaria, im Volksmund auch unter Nesselsucht bzw. Nesselfieber bekannt, gilt als eine der häufigsten Hauterkrankungen und äußerst sich durch starken Juckreiz.