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Auf der Westwing-Homepage steht Mitgründerin Delia Fischer im Mittelpunkt. Zusammen mit Firmenchef Stefan Smalla und Finanzvorstand Florian Drabeck gründete sie das Start-up im Jahr 2011 und hat jetzt den Posten der Kreativdirektorin inne. Ursprünglich sollte das Geschäftsmodell weltweit expandieren. Mittlerweile beschränkt sich das Start-up aus München jedoch auf die Präsenz in elf europäischen Ländern. Hier profitiere man am stärksten von Synergien wie dem Lieferanten-Netz und den sieben Logistikzentren, so Mitgründer Smalla. Anfang 2019 soll ein neues Logistikzentrum in Polen ein kleineres Verteilzentrum bei Berlin ersetzen. Deswegen werden die Aktivitäten in Brasilien, Russland und Kasachstan bereits zum Verkauf angeboten. Die Hälfte seiner Erlöse erzielt Westwing allerdings in der DACH-Region.

Geschäftszahlen

Das Wachstumstempo bei Westwing war in den letzten Jahren rückläufig: 2017 kletterten die Erlöse gegenüber dem Vorjahr nur noch um 6 % auf 265,8 Mio. EUR. Dagegen weiteten sich die Nettoverluste von ca. 25 auf 31,5 Mio. EUR weiter aus.

Westwing Group AG – Zahlen und Bewertung
2016 2017 2018e 2019e
Umsatz *) 250 266 260 285
Nettoergebnis *) -24,9 -31,5 -25,4 -16,6
EpS -1,25 -1,58 -1,27 -0,83
KGV min. neg. neg. neg. neg.
KGV max. neg. neg. neg. neg.
*) in Mio., sämtliche Angaben in Euro; Quelle: GoingPublic Research

Nach jahrelangen Minuszahlen schreibt die Firma nach eigenen Angaben aber seit dem vierten Quartal 2017 zumindest auf höchster operativer Ebene (EBITDA) schwarze Zahlen. Im ersten Halbjahr 2018 erzielte Westwing gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 22% auf 120 Mio. EUR. Die bereinigte operative Umsatzrendite (EBITDA-Marge) lag bei mageren 2 %. Bis Jahresende soll der Umsatz 253 bis 264 Mio. EUR betragen – könnte also sogar zurückgehen. Dies, da in diesen Geschäftszahlen die Geschäfte in Brasilien, Russland und Kasachstan nicht mehr enthalten sind, da sie verkauft werden.

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