GoingPublic: Wie wollen Sie die zufließenden Mittel einsetzen?
Böhrnsen: Mit den geplanten Erlösen in der Größenordnung von circa 50 Mio. EUR können wir nochmals neue Wege für die Expansion einleiten. Einerseits wollen wir z. B. durch Produktinnovationen bei neuen Anwendungsfeldern weiter organisch wachsen, andererseits sind auch weiterhin externe Zukäufe ein sehr wichtiger Teil unserer Wachstumsstrategie. Bereits in der Vergangenheit konnte Stemmer Imaging zugekaufte Unternehmen stets sehr erfolgreich integrieren und deren Effizienz in der Folge auch deutlich steigern.

GoingPublic: Wo würden Sie sich in dem relativ stark fragmentierten Markt gegenüber direkten Wettbewerbern ungefähr einordnen?
Böhrnsen: Unsere direkten Wettbewerber sind erheblich kleiner als wir, agieren größtenteils in einer Umsatzgröße im einstelligen Millionenbereich. Angesichts dessen, dass wir etwa um den Faktor zehn größer sind, können wir uns als führend auf dem europäischen Markt ansehen.

GoingPublic: Wo liegt aus Ihrer Sicht das größte Einzelrisiko für Ihre Unternehmung?
Böhrnsen: Wir haben Anwendungsfelder in sehr vielen unterschiedlichen Branchen, angefangen von Automotive über Lebensmittel und Verpackung bis hin zu Entertainment. Insofern haben wir keine Abhängigkeit von einem einzelnen Bereich. In den für uns wesentlichen Segmenten und Industrien wird Bildverarbeitung im Rahmen der Digitalisierung immer mehr an Bedeutung zunehmen. Somit fokussiere ich eher auf die Chancen als auf Risiken.

GoingPublic: Herr Böhrnsen, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

Das Interview führte Ike Nünchert.

Fotos & Abb.: eigene Schaubilder GPO

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