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Dynamischer Wachstumsmarkt
Derzeit inspirieren Trends wie Individualisierung, ökologische Effizienz, vernetztes und autonomes Fahren oder Industrie 4.0 die Entwicklungen der Branche. Laut A.T. Kearney wird der Gesamtmarkt nach einem durchschnittlichen Zuwachs von 2010-14 um 6,1% bis 2020 jährlich um 6,7% auf dann 22,6 Mrd. EUR wachsen, wobei der europäische Markt das größte Wachstumspotenzial stellen soll. Allein in Deutschland war der Markt, der im internationalen Vergleich sehr heterogen strukturiert und wenig konsolidiert ist, Ende 2014 rund 9,3 Mrd. EUR schwer. Die 25 führenden Dienstleister in Deutschland konnten ihren Umsatz im Durchschnitt um 7,4% steigern, jedoch mussten neun Unternehmen in dieser Gruppe auch Umsatzrückgänge verbuchen. Für 2016 erwartet die Vergleichsgruppe ein Wachstum von über 8%. Von den neben EDAG umsatzstärksten Marktteilnehmern wie Bertrandt, IAV, Ferchau oder Akka/MBTech wird aufgrund von Skalenvorteilen und andauernder Konsolidierungstendenz gar eine Steigerung um 9 bis 12% erwartet.

EDAG Engineering Group
2013 2014 2015e 2016e
Umsatz *) 632,4 689,8 750,0 821,1
Nettoergebnis *) 19,8 59,8 67,5 78,0
EpS 0,79 2,39 2,70 3,12
KGV min. 24,0 7,9 7,0 6,1
KGV max. 30,3 10,0 8,9 7,7
*) in Mio., sämtliche Angaben in Euro; Quelle: GoingPublic Research


Mittelverwendung

ATON plant den Emissionserlös in andere seiner Beteiligungssegmente wie den Minensektor oder die Medizintechnik zu investieren. EDAG selbst brauche zunächst kein frisches Geld: „Das könnte sich für Zukäufe ändern – aktuelle Übernahmekandidaten sehe ich aber nicht“, so Eichelmann. „Wir wollen langfristig bei EDAG investiert bleiben, können uns aber durchaus vorstellen, die Kapitalmehrheit abzugeben“.

Fazit

Auch wenn der Industrie derzeit viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, v.a. in Bezug auf einen der Hauptkunden VW, gibt sich EDAG davon unbeeindruckt.  Bis dato hätten sich keine Schnittmengen zu den betroffenen Bereichen ergeben und VW kündigte auch noch keine Stornierungen an. Aufgrund der Zunahme der von den Herstellern angebotenen Modelle und deren Komplexität, der erhöhten Relevanz für umweltfreundliche Technologien sowie der steigenden Anzahl elektrischer/elektronischer Komponenten, dürfte sich EDAG mit seinem Geschäftsmodell gut positioniert sehen. Für die bislang als einziger Konkurrent an der Börse gelistete und mit 1,1 Mrd. EUR bewertete Bertrandt AG liegt ein KGV von knapp 15 im laufenden Jahr zugrunde. Das zu erwartende EDAG-KGV von im Mittel 8 erscheint dagegen relativ passabel. Negativ bei diesem IPO: Nur der Großaktionär casht out (sog. Umplatzierung), EDAG selbst fließen keine frischen Mittel zu.

EDAG Engineering Group Emissionsparameter
WKN A14 3NB
Zeichnungsfrist bis vsl. 1. Dezember
Erstnotiz 2. Dezember
Preisspanne 19 bis 24 EUR
MarketCap 475 bis 600 Mio. EUR
Marktsegment Frankfurt/Main (Prime Standard)
Emissionsprospekt ja
Emissionsvolumen 191 bis 242 Mio. EUR
Konsortium Morgan Stanley, Dt. Bank (Gl. Coord, Joint Bookr.);
Commerzbk, M.M.Warburg (Co-Lead Managers)
Free Float 40,3%

 

Über den Autor

Die GoingPublic Redaktion informiert über alle Börsengänge, Being Public, Investor Relations, Tax & Legal, Themen und Trends rund um die Hauptversammlung sowie Technologie – Finanzierung – Investment in den Lebenswissenschaften.

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