Trotz der IPO-Ankündigungen von Luxus-Autobauer Aston Martin und dem E-Commerce-Unternehmen Farfetch, sind IPO-Exits in Europa laut aktueller Studie vom Medien- und Researchhaus Acuris rückläufig.

Aus den über 600 europäischen Exits von Private Equity und Venture Capital geführten Unternehmen in diesem Jahr, wählten nur 17 den Exitkanal Börse – ein Rückgang von rund 25% im Vergleich zum Vorjahr.  „Unsere Daten zeigen, dass IPOs bislang in allen europäischen Zentralmärkten im Vergleich zum  letzten Jahr zurückgegangen sind “, erklärt Julian Longhurst, Head of Data & Research von Unquote, einer Tochter von Acuris.

Dennoch stellt der Börsengang für viele Emittenten aus der CEE-Region eine beliebte Option dar, da der Sekundärmarkt vergleichsweise schlecht entwickelt ist im europäischen Raum. Besonders in Deutschland erlebt man seit der Finanzkrise wieder einen regelrechten Appetit auf IPOs: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Börsengänge im ersten Halbjahr 2018 nahezu verdoppelt.

Mit eines der größten europäischen IPOs aus PE/VC-Hand legte laut Acuris das dänische IT-Unternehmen Netcompany (MarketCap: 1,7 Mrd. EUR) hin.

Im Gegenzug zu IPOs scheint sich der Trade Sale bei Finanzinvestoren großer Beliebtheit zu erfreuen: 40% der europäischen Exits in diesem Jahr liefern über diesen Kanal ab. Außerhalb der DACH und CEE-Region habe der Trade Sale in fast allen Regionen Europas zugelegt, so die Studie – allein in den Benelux-Staaten gingen 58% aller Exits durch einen solchen über die Bühne. Nachdem PE-Exits an sich seit 2013 rückläufig waren, beobachtet das Researchunternehmen wieder eine Normalisierung, sprich: rund 200 bis 250 Exits im Quartal seien als gesunder Durchschnittswert anzusehen.

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