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Eine aktuelle Studie der Wirtschaftsuniversität Wien zeigt, dass international tätige Unternehmen mehr Frauen anstellen, als ausschließlich national agierende Firmen. Auch der Sitz der Kundschaft spielt dabei eine Rolle. Einzig die Besetzung von Top-Jobs im Management bleibe von der Internationalität eines Unternehmens unbeeinflusst.

Die Ergebnisse belegen deutlich den Zusammenhang zwischen Internationalität und der Verteilung von Mitarbeitenden nach Geschlecht.

„Wir sehen hier einen ‚Race to the top‘, das heißt: Interagieren Unternehmen mit Ländern mit hoher Geschlechtergleichheit, wirkt sich dies auch positiv auf die Geschlechterverteilung im Unternehmen aus. Umgekehrt gibt es aber keinen negativen Effekt, das heißt, dass Geschlechterungleichheit aus anderen Ländern nicht importiert wird“, erklärt Alyssa Schneebaum vom Institut für Heterodoxe Ökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien.

Europäische Länder schneiden gut ab

Als Länder mit hoher Geschlechtergleichheit werden von den Vereinten Nationen zahlreiche Europäische Länder eingestuft, allen voran u.a. die Schweiz, Schweden und Dänemark. Österreich rangiert gemäß Gender Inequality Index der UN auf Platz 14. Massive Ungleichheit wurde in zahlreichen Ländern Afrikas wie der Republik Tschad geortet, aber z.B. auch der Jemen sticht negativ hervor.

Zudem zeigt die Studie, dass Eigentumsstrukturen eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Geschlechts, während des Einstellungsprozesses spielen. So stellen Unternehmen mit nationalen EigentümerInnen rund 17-18 Prozentpunkte weniger Frauen ein, als jene mit EigentümerInnen in Ländern mit hoher Geschlechtergleichheit ein – auch wenn beide am gleichen Markt tätig sind.

Jedoch wird anhand der Studienergebnisse auch deutlich, dass hochrangige Managementpositionen nach wie vor überwiegend von Männern besetzt werden.

„Der Anteil von Frauen steigt dabei nur für die unteren und mittleren Ebenen der Organisationsstruktur. Top-Management-Positionen bleiben von der ‚Internationalität‘ ihrer Unternehmen unbeeinflusst“, betont Schneebaum abschließend.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de