GoingPublic: Wie fällt Ihre persönliche Bilanz nach einem Jahr an der Spitze des Unternehmens aus?

Borghardt: Ich denke, wir können mit dem vergangenen Jahr zufrieden sein. Wir konnten eine Kapitalerhöhung erfolgreich platzieren und unsere Schulden dadurch deutlich zurückführen. Dies war mir auch persönlich überaus wichtig. Mit meinem Antritt als CEO kam es ebenfalls zu einer Verkleinerung des Vorstandsteams. In der neuen Zusammensetzung lässt es sich noch flexibler und effizienter arbeiten. Auch nach zwölf Jahren im Unternehmen habe ich den Spaß an meinem Job nicht verloren. Das spüren auch die Mitarbeiter, die meinen Wechsel sehr gut aufgenommen und begleitet haben.

GoingPublic: Befürchten Sie nicht, ins Visier von Private-Equity-Investoren, Hedgefonds oder Wettbewerbern zu geraten, sollte Ihr Börsenwert noch weiter sinken?

Borghardt: Eine solche Möglichkeit besteht, wenn die Differenz zwischen Börsenkurs und dem eigentlichen Unternehmenswert zu groß ist. Es bereitet uns aber kein Kopfzerbrechen. Mit Private Equity verbindet uns eine durchaus erfolgreiche Vergangenheit. Pamplona hat dazu beigetragen, dass SAF-Holland seine Buy-and-Build-Strategie umgesetzt hat. Wir sehen Private-Equity-Anleger daher nicht grundsätzlich als eine Bedrohung für das Unternehmen.

GoingPublic: Herr Borghardt, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Marcus Wessel.

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