Was tun, wenn vier von fünf Befragten in der westlichen Welt sich ein anderes Wirtschaftssystem wünschen? Nun ja, Fachliteratur, post-Krisen-Aufbereitungen und dergleichen schlaue Werke mehr à la Ich-erkläre-euch-jetzt-mal-die-Wirtschaft schossen in den letzten Jahren wie Promiausleitungen aus dem Boden. 99% davon besitzen eine Halbwertszeit wie eine Boris-Becker-Autobiographie.

getAbs Kasten 8-2014 neu

Reimann versucht es mit Alltagsschläue und Humor – und geht so dem längst verbreiteten Glaubwürdigkeits- und Autoritätsverlust unseres Finanzsystems mindestens ebenso gut auf den Grund wie vermeintlich „seriöse“ Werke. Weise ist bekanntlich derjenige, der weiß, dass er im Grunde nichts weiß.

Einige Sachen überspitzt Reimann, allerdings wohlweislich. Sein wiederkehrendes Ziegenbeispiel hätte indes knapper ausfallen dürfen. Aber dann wäre es fast schon ein zu normales Wirtschaftsfachbuch geworden. Insofern alles am rechten Fleck.

Axel Reimann studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Tübingen und Tufts/Medford, USA. Reimann arbeitete beim „Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt“, bei „chrismon“ und der „Financial Times Deutschland.

„Rindviehökonomie – warum wir den Glauben an die Wirtschaft verlieren“, von Axel Reimann; Gütersloher Verlagshaus, 2014; ca. 192 Seiten, 20 EUR
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