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Das IPO-Börsenjahr 2013 läutete global eine Trendwende nach über drei Jahren rückgängiger Anzahl von IPOs und IPO-Volumen ein. So konnte erstmals wieder ein Anstieg von über 7% bei Transaktionen und gut 33% beim Volumen verzeichnet werden. Die Bilanz würde aber noch besser ausfallen, wenn die Vielzahl an IPO-Kandidaten aus China 2013 die Erlaubnis gehabt hätte, tatsächlich an die Börse gehen zu dürfen. Auch die IPO-Exit-Aktivität von Private Equity und Venture Capital (185 IPOs) nahm mit 73% deutlich zu.

Der Ausblick auf 2014 stimmt weltweit positiv, unterstützt von vergleichsweise hohen Bewertungsniveaus  bzw. Indexständen, einer Niedrigzinsphase und gleichzeitig relativ geringen Volatilitäten in den Hauptfinanzzentren.  Wie die Investorenstudie von EY zeigt, sind dies neben der operativen Performance der IPO-Kandidaten wichtige Parameter, die für institutionelle Investoren hilfreich bei der Investitionsentscheidung sind und damit IPO-Fenster in den verschiedenen Primärmärkten definieren.

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Starker Start 2014

Der Start ins Jahr 2014 hätte nicht spektakulärer sein können: Weltweit gingen mit 97 IPOs (17,7 Mrd. USD)  im Januar mehr Unternehmen an die Börse als im jeweiligen Vergleichsmonat der letzten Dekade. Betrachtet man die unterschiedlichen Primärmärkte wie Amerika, Europa und Asien, ergibt sich ein differenzierteres Bild: Es fällt auf, dass Europa in Entwicklung und Ranglisten derzeit hinterherhinkt. Doch woran liegt das?

Ein Blick in die USA zeigt, wie erfolgreich Marktinitiativen sein können und welche Effekte wohldosierte Erleichterungen für die Attraktivität der Kapitalmarktfinanzierung haben können. Genau dies hatte der im April 2012 unterzeichnete „Jumpstart Our Business Startups Act“ – kurz JOBS Act – zum Ziel. Eine Vielzahl regulatorischer Erleichterungen sollte wieder die Kapitalaufnahme über die Börse erleichtern. Betrachtet man die jüngsten Ergebnisse unserer Analyse, kann man nach nur knapp zwei Jahren von einem vollen Erfolg sprechen.

JOBS-Act: funktioniert tatsächlich!

So qualifizierten sich seitdem 82% der Börsenaspiranten an der Wall Street als Emerging Growth Company (EGC), die von den Erleichterungen Gebrauch machen können. Dazu zählen u.a. die Möglichkeit eines vertraulichen Prozesses der SEC-Registrierung, die Notwendigkeit von nur zwei Abschlüssen im Prospekt  und die Gewährung von Übergangsperioden für die Erfüllung der strengen Regeln des Sarbanes Oxley Acts.  Das nutzten primär Unternehmen aus den Wachstumsindustrien wie Healthcare und Technologie sowie kleinere bis mittlere Unternehmen. Denn Kriterium für die Qualifizierung als EGC ist ein Umsatz von weniger als 1 Mrd. USD. Dies gilt sowohl für US- als auch für ausländische Unternehmen, sogenannte Foreign Private Issuer. Letztere können sogar mit IFRS als Rechnungslegungsstandard in den USA an die Börse gehen.

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