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Die Global Fashion Group hat heute den Schritt an die Börse gewagt. Wie bereits im Vorfeld abzusehen war, erwies sich der Börsenauftakt als schwach.

Das eigentlich für den 28. Juni geplante Debüt an der Frankfurter Börse der Rocket Internet-Beteiligung ging am heutigen Dienstag über die Bühne. Mit einem ersten Preis von 4,47 EUR starteten die Berliner leicht unter dem Emissionspreis an der Börse.

GFG-IPO
Die Stimmung auf dem Börsenparkett war trotz Kursverlusten ausgelassen: Christoph Barchewitz (3.v.l., vorne) und Patrick Schmidt (ganz rechts), die beiden Co-CEOs von GFG.

Der Angebotspreis wurde bereits am vergangenen Freitag abgesenkt und lag mit 4,50 EUR deutlich unter der ursprünglichen Preisspanne von 6 bis 8 EUR. Im Verlauf des Vormittags sank die Aktie um rund 7% auf 4,13 EUR (Stand: 10.30 Uhr). Der Modehändler erlöste mit dem Börsengang somit knapp 200 Mio. EUR – die Erlöse sollen in erster Linie in  IT und Automatisierung investiert werden.

Modehändler schreibt rote Zahlen

Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Umsatz der Global Fashion Group bei 1,16 Mrd. EUR, im aktuellen sollen es 1,3 Mrd. EUR werden. Die EBITDA-Marge lag im letzten Jahr bei überaus schmalen 4,3%, woraus sich ein Verlust von 202 Mio. EUR ergab.

Fast die Hälfte der 44,4 Mio. angebotenen Aktien gingen an die beiden Großinvestoren Rocket Internet und Kinnevik  – offenbar um den Börsengang insgesamt zu retten. Begleitet wurde das IPO von Goldman Sachs, Morgan Stanley und Berenberg  als Joint Global Coordinator sowie von HSBC als Joint Bookrunner.

Weitere Informationen zum Börsengang der Global Fashion Group finden Sie bei unserem IPO im Fokus.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de