Die Bedeutung einer effektiven Finanzkommunikation von Unternehmen mit ihren Investoren nimmt zu. Sie hat direkten Einflussauf die Finanzierungsmöglichkeiten, die Kapitalkosten und einen steigenden Stellenwert für die Unternehmensorgane wie Geschäftsleitung und Aufsichts- oder Beiräte.

Finanzkommunikation ist Wettbewerbsvorteil um Kapital

Unabhängig davon, ob es sich um eine Finanzierung am privaten oder am öffentlichen Kapitalmarkt handelt, haben Investoren einen zunehmenden Informationsbedarf, der sich auch im Hinblick auf die Inhalte und die Kommunikationsfrequenz zwischen Eigen- und Fremdkapitalgebern annähert. Darüber hinaus sind die Kapitalquellen zunehmend weltweit vernetzt, sodass Investoren die Einhaltung internationaler Standards in der Finanzkommunikation erwarten. Eine effektive Organisation der Finanzkommunikation wird so zum Wettbewerbsvorteil um Kapital.

Durchschnittliche Anzahl von IR -Beschäftigten nach Ländern unterteilt
Durchschnittliche Anzahl von IR -Beschäftigten nach Ländern unterteilt

Finanzkommunikation ist Chefsache

Deshalb zählt eine aktive Finanzkommunikation zu den Top-10-Prioritäten in den Geschäftsleitungsetagen. Nach einer jüngsten vom DIRK und EY durchgeführte Befragung von 125 Unternehmen aus der DACH-Region zeichnen dafür der Vorstandsvorsitzende oder Finanzvorstand direkt verantwortlich. Doch wie können sich Geschäftsleitung, Vorstand und Aufsichtsrat mit einer effektiven Organisation ihrer Finanzkommunikation aufstellen? Wer unterstützt die Geschäftsleitung, steuert die Beziehungen zu Kapitalgebern und überwacht Marktstandards und den Kommunikationskalender, wie erfolgt die Abstimmung mit den Eigentümern, was wird wann kommuniziert, welche Abteilungen liefern Kommunikationsinhalte und wer zeichnet vor Veröffentlichung ab?

Finanzkommunikation setzt effektive interne Organisation voraus

Die Implementierung einer effektiven Finanzkommunikation hat Auswirkungen auf die Informationskultur und Organisation in Unternehmen. Effektive Strukturen in den Bereichen Rechnungswesen, Controlling, Corporate Governance, Marketing/PR, Compliance, Risiko Management und Corporate Office werden geschaffen. Abstimmungs- und Informationsprozesse müssen den Anforderungen gesetzlicher Berichtsfristen und Transparenzversprechen der Investoren entsprechen. Ausgangsbasis dafür ist ein Assessment oder Benchmarking der bestehenden Infrastruktur für den Aufbau oder die Verbesserung einer effektiven Finanzkommunikation z.B. durch kapitalmarkterfahrene externe Organisationsberater.

 

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