Laut aktueller DVFA-Studie erwarten fast die Hälfte der befragten Investment Professionals (knapp 49%), dass es durch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) zu starken Ausweicheffekten kommen könnte. Knapp 29% vermuten mittlere Effekte; wenige oder kaum Auswirkungen prognostizieren hingegen nur 22,5%. Auch für den Finanzplatz Deutschland könnte dies Folgen haben: Knapp 78% der Befragten befürchten eine Benachteiligung der hiesigen Handelsplätze im Wettbewerb mit Luxemburg und London.

Mehr als ein Drittel der Befragten erwarten, dass die FTS tatsächlich, wie von der Politik geplant, im Jahr 2016 eingeführt werde. „Eine solche Steuer wird jedoch nicht den gewünschten Effekt haben, wenn sie nicht globale Gültigkeit hat und könnte stattdessen das ‚Level Playing Field‘ an den internationalen Finanzmärkten nachhaltig stören“, betont Ralf Frank, Generalsekretär der DVFA. Die EU-Kommission plant eine Abgabe von 0,1% bei Aktien und Anleihen sowie 0,01% bei Derivaten. Innerhalb der EU befürworten aktuell Belgien, Deutschland, Estland, Griechenland, Österreich, Portugal, die Slowakei, Slowenien und Spanien die Einführung der FTS. In Italien und Frankreich wird bereits eine Transaktionssteuer erhoben.

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