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Seit mehr als einem Jahr ist Ihre E-Mobilitäts-Tochter Voltabox an der Frankfurter Börse notiert. Sind Sie mit der Geschäftsentwicklung Ihrer Tochter bislang zufrieden?

Voltabox hat sich operativ bestens entwickelt. Im Nachhinein betrachtet war auch der Börsengang im Oktober 2017 als erstes E-Mobility Pure Play mit einer Marktkapitalisierung von rund 500 Mio. EUR genau die richtige Entscheidung. Voltabox nimmt inzwischen als Wegbereiter für nachhaltige Mobilität in mehreren wachstumsstarken Marktsegmenten eine führende Position ein. Die Umsatzprognose für 2018 in Höhe von 65 Mio. bis 70 Mio. EUR bei einer EBIT-Marge von rund 7% zeigt eindrucksvoll das ungebrochen starke organische Wachstum. Mit den Akquisitionen aus dem letzten Jahr wird die weitere Marktdurchdringung bei den besonders großen und leistungsfähigen Batteriesystemen, etwa für Bergbaufahrzeuge, und die horizontale Diversifikation, insbesondere bei Pedelecs und E-Bikes, abgesichert. Schließlich hat die neue vertragliche Gestaltung mit dem Partner Triathlon im letzten Jahr den Weg für die Eroberung des nordamerikanischen Batteriemarktes für Intralogistikanwendungen freigemacht. Von Voltabox können wir in diesem Jahr sicher noch einige spannende Neuigkeiten erwarten.

Fünf-Jahres-Chart paragon
Fünf-Jahres-Chart paragon

Das Jahr ist noch frisch – wie sieht denn für 2019 Ihre weitere Wachstumsstrategie aus? Sind z.B. Kapitalmaßnahmen in der Planung?

Unsere Wachstumsstrategie bleibt weiterhin gültig und ist auf vier Ebenen nachhaltig verankert: laufende Entwicklung von Produktinnovationen auf Basis von Megatrends, also Produktentwicklung. Dann Gewinnung neuer Automobilhersteller als Kunden im Sinne einer steigenden Marktdurchdringung. Zudem natürlich die Marktentwicklung durch die Erschließung neuer Absatzgebiete. Und darüber hinaus die Erschließung neuer Teilmärkte mit neuen Produktangeboten zur Diversifikation unseres Geschäfts. Dabei beobachten wir laufend das Marktumfeld, um unsere Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren. Konkrete Kapitalmaßnahmen sind aktuell aber nicht in der Planung.

Herr Frers, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

Das Interview führte Svenja Liebig

Klaus Dieter Frers ist als Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO der paragon GmbH & Co. KGaA verantwortlich für die Unternehmensstrategie und Unternehmensentwicklung sowie das Segment Elektromobilität. 1988 gründete er die paragon electronic GmbH für Elektronikproduktion und im Jahr 1999 die Vorgängergesellschaft, in der paragon electronic kurz nach deren Börsengang aufging. Frers hat zahlreiche Auszeichnungen für seine unternehmerische Tätigkeit erhalten, im Jahr 2000 etwa den „Oskar des Mittelstands” der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de