Grund zur Hoffnung gebe es trotzdem, denn im internationalen Vergleich befinde sich der deutsche M&A-Markt nach wie vor auf einem überdurchschnittlichen Niveau und sei zuvor nicht so stark zurückgegangen wie andere europäische M&A-Märkte, so Dr. Michael J. Ulmer von Allen & Overy.

Immerhin gab es im ersten Quartal auch eine der spektakulärsten Übernahmen im deutschen M&A-Markt: Der US-Gesundheitsdienstleister McKesson erhöhte seinen Anteil am Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio auf satte 76%.

Auch der Versuch von Volkswagen, die schwedische Tochter Scania für 6,7 Mrd. EUR. zu übernehmen, oder die Meldung von RWE, das bei RWE Dea gebündelte Öl- und Gasfördergeschäft für 5,1 Mrd. EUR an eine Investorengruppe abgeben zu wollen, zeige, dass auch großvolumige Transaktionen den deutschen M&A-Markt geprägt hätten.

Im Private-Equity-Sektor gab es im ersten Quartal im Vergleich zur zweiten Hälfte des Vorjahres weniger Aktivität, wohingegen der Immobiliensektor mit großvolumigen Transaktionen aufwarten könne: So erwarb die Deutsche Annington für 970 Mio. EUR. ein Portfolio von 11.500 Wohneinheiten der Dewag und kündigte weitere Eingliederungen von Wohneinheiten der Vitus-Gruppe zum Jahresende an.

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