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Dass die Deutschen den Ruf als Volk der Sparer genießen, ist unlängst bekannt. Dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung lieber in schlecht verzinste Sparanlagen investiert, statt z.B. Aktien zu kaufen, überrascht – vor allem, weil sich die meisten Sparer durchaus darüber im Klaren sind, dass eine Zinswende in der nächsten Zeit  unwahrscheinlich ist.

Laut einer aktuellen Studie von J.P. Morgan erwarten nur 5% der befragten Studienteilnehmer, dass es bereits zum Ende dieses Jahres wieder ein attraktiveres Zinsniveau gibt. 39% befürchten, dass es noch fünf oder mehr Jahre dauert, bis sich Sparen wieder lohnt. Jeder vierte Deutsche geht zudem davon aus, dass es vermutlich noch zwei bis drei Jahre dauern wird, bis sich die Zinsen für Anlageprodukte wie Fest- und Tagesgeld wieder auf einem Niveau wie vor zehn Jahren normalisieren.

Finanzbildung ist A und O

Quelle: J.P. Morgan Asset Management
Quelle: J.P. Morgan Asset Management

Angesichts dieser durchaus realistischen Einschätzung der Deutschen ist es verwunderlich, dass so viele nach wie vor in ihren kaum verzinsten Sparanlagen verharren. Bessere finanzielle Bildung sowie eine gute Finanzberatung sind nach Ansicht von Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management, nach wie vor wichtig, damit die Deutschen bei ihrem Vermögensaufbau nicht nur auf die vermeintliche Sicherheit von Sparanlagen vertrauen, die angesichts der gestiegenen Inflation real an Wert verlieren.

Ebenfalls erschreckend: Nur 30% der Befragten haben keine Meinung dazu, wann die Zinsen wieder steigen. „Diese Ergebnisse unterstreichen, dass finanzielle Bildung einerseits unerlässlich und Finanzberatung andererseits nach wie vor wichtig sind, damit die Deutschen bei ihrem Vermögensaufbau nicht nur auf die vermeintliche Sicherheit von Sparanlagen vertrauen, die angesichts der gestiegenen Inflation real an Wert verlieren“, betont Bergweiler.

Das Income Barometer von J.P. Morgan Asset Management basiert auf einer repräsentativen Befragung durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter 2.097 deutschen Frauen und Männern ab 18 Jahren. Insgesamt wurden im März und April 2018 8.198 Privatanleger in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich und Spanien befragt.

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