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Nach Abacus Medicine, Primepulse und Exyte folgte Freitagabend nun die nächste IPO-Absage: Das Frankfurter Insurtech Deutsche Familienversicherung hat seine Börsenpläne vorerst auf Eis gelegt.

Dabei war das Unternehmen bis zuletzt noch optimistisch und hielt an den Börsenplänen fest. „Alle Investoren haben uns die Ausnahmestellung der DFV bestätigt. Regelmäßig wurden aber das schlechte Marktumfeld und die damit in Zusammenhang stehenden Verluste bei den Anlegern als Begründung aufgeführt, warum in diesem Jahr nicht mehr in einen IPO investiert werde“, betont Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan M. Knoll. „Ersteres werten wir als eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Stellung als Insurtech und letzteres war zum Zeitpunkt der Entscheidung an die Börse zu gehen nicht absehbar“, so Knoll weiter.  

Die Börsenpläne seien somit nicht endgültig vom Tisch – so beabsichtige die DFV, das Kapitalmarktumfeld im Allgemeinen und Möglichkeiten bezüglich der Wiederaufnahme des Börsengangs zu einem späteren Zeitpunkt zu beobachten und zu bewerten, hieß es in einer Adhoc-Mitteilung.

Trotz einer prall gefüllten IPO-Pipeline ist fraglich, ob dieses Jahr noch ein Börsenkandidat den Gang aufs Parkett wagen wird – insgesamt gab es bislang 18 IPOs in diesem Jahr, bei Emissionserlösen von knapp 12 Mrd. EUR. Für deutsche Verhältnisse äußerst erfreulich.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de