Die Aktien der DFV Deutsche Familienversicherung wurden heute in den Handel der Frankfurter Börse aufgenommen: Der erste Kurs lag mit 12,30 EUR mehr als 2% über dem Emissionspreis von 12 EUR.

Das Frankfurter Insurtech hat damit rund 52 Mio. EUR erlöst, die ins weitere Wachstum fließen sollte. Zuvor musste die DFV Abstriche machen: Ursprünglich wollte man knapp das Doppelte an Emissionsvolumen generieren – aufgrund des schwierigen Marktumfelds musste der Versicherer aber letztlich seinen Investoren Zugeständnisse machen, nachdem der Börsengang zunächst verschoben wurde.

Die 2007 gegründete DFV hat sich auf Kranken- und Pflege-Zusatzversicherungen spezialisiert, ist aber zuletzt auch ins Geschäft mit Sachversicherungen eingestiegen. 2017 lagen die Beitragseinnahmen aus 420.000 Policen bei 72 Mio. EUR. Zum Ausgabepreis kam die DFV auf einen Börsenwert von rund 153 Mio. EUR, fast ein Drittel der Aktien wurden im Rahmen des IPOs bei Investoren platziert.

Die Digitalisierung der Prozesse in der gesamten Wertschöpfung, vom Abschluss bis zur Schadensregulierung sieht der Gründer und CEO des Unternehmens, Dr. Stefan Knoll als Erfolgsfaktoren. Beispielsweise wird Amazon Echo als Produktberatung für Kunden vor dem Abschluss aktiv eingebunden, sowie moderne digitale Bezahlmethoden (darunter Amazon Pay, Paypal) akzeptiert. Des Weiteren pflegt das Unternehmen Kooperationen mit aufstrebenden IT-Serviceprovidern im Insurtech-Sektor und implementiert auf dieser Basis künstliche Intelligenz in interne Prozesse.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de