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Quelle: Dealogic; eigene Darstellung

Auf dem europäischen M&A-Markt ging sowohl das Transaktionsvolumen als auch die Anzahl der Transaktionen um mehr als 20% zurück. Innerhalb Europas blieb Großbritannien mit einem M&A-Volumen von 79,7 Mrd. US-$ das beliebteste Ziel, gefolgt von der Schweiz (58,7 Mrd. US-$) und Deutschland (44,6 Mrd. US-$). Die Schweiz katapultierte sich durch die Transaktion Glencore-Xstrata im europäischen Vergleich auf den Silberrang und auch im weltweiten Vergleich ermöglichte der weltweit größte Deal der ersten Jahreshälfte eine Top-Platzierung (Platz 5). Deutschland landete im globalen Länderranking ebenfalls in den Top Ten und belegt den achten Platz. Die größten Verlierer auf europäischem Boden waren Spanien (-82% gegenüber dem Vorjahreswert) und Frankreich (-67% gegenüber den ersten sechs Monaten 2011).

Wie bereits im Vorjahr fand etwa ein Drittel (425,9 Mrd. US-$) der weltweiten M&A-Transaktionen von Januar bis Juni 2012 grenzüberschreitend statt. Dabei waren – wie im Vorjahr – die USA, Großbritannien und Australien die beliebtesten Nationen für ausländische Käufer. Die aktivsten Käufer bei Cross Border-Transaktionen kommen aus den USA, Japan und Kanada. Die größten Transaktionsvolumen weisen die Bereiche Nahrungs- und Genussmittel, Öl & Gas und Healthcare auf. Ein Blick auf die fünf größten Cross Border-Transaktionen des ersten Halbjahres 2012 zeigt zwar keine deutsche, aber dafür gleich zwei Schweizer Beteiligungen: Nestlés Kauf der Babynahrungssparte von Pfizer und Glencores Erwerb von Viterra.

Das Rennen um die beliebtesten Branchen weltweit im ersten Halbjahr 2012 gewann der Sektor Öl & Gas, gefolgt vom Immobiliensektor und der Technologiebranche. Obwohl die Anzahl der Transaktionen im Sektor Öl & Gas mit 887 Deals unter dem Vorjahreswert (967 Transaktionen) lag, stieg das Transaktionsvolumen auf 161,6 Mrd. US-$ (Vorjahr: 125,9 Mrd. US-$). Im Immobiliensektor wurden zwar mit 1.605 Transaktionen mehr Deals als letztes Jahr getätigt, aber das Volumen fiel mit 123,1 Mrd. US-$ geringer aus (Vorjahr: 155,1 Mrd. US-$). An dritter Stelle fand sich die Technologiebranche mit einem Volumen von 116,9 Mrd. US-$ wieder.