Laut aktueller EY-Studie scheinen ausländische Anleger Gefallen an DAX-Konzernen zu finden: So ist mehr als jede zweite Aktie (56%) in der Hand ausländischer Investoren. Im letzten Jahr hielten nur noch 36% der deutschen Anleger DAX-Titel im Vergleich zu 37% im Vorjahr. Bei sechs DAX-Unternehmen sind sogar mehr als 70% der ausgegebenen Aktien in Besitz ausländischer Aktionäre – darunter die Deutsche Börse, Linde, Infineon, Lanxess, Bayer und Merck.

Insgesamt 21 Unternehmen werden mindestens hälftig von nicht-deutschen Investoren gehalten. Den geringsten Anteil ausländischer Aktionäre weisen Henkel, BMW und Lufthansa auf.

„Das Interesse ausländischer Investoren an deutschen Top-Unternehmen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen – trotz der schwachen Konjunkturentwicklung in Europa und trotz der schwelenden Schuldenkrise in der Eurozone“, erklärt Dr. Martin Steinbach, Leiter des Bereichs IPO and Listing Services bei EY. Insgesamt falle auf, dass vor allem europäische Anleger bei den DAX-Konzernen engagiert sind: So befinden sich 27% der Aktien im Besitz europäischer Investoren; 21% werden hingegen von US-Anlegern gehalten. Bei angelsächsischen Anlegern könnte das Interesse für die deutschen Blue Chips künftig sogar noch steigen. „Der schwache Euro nämlich macht Investitionen in deutsche Top Titel gerade für US- und britische Investoren besonders interessant“, betont Steinbach.

Weiterhin zeigt sich auch bei den DAX-Aktien große Zurückhaltung seitens der Privatanleger: Nur 13% investieren in die Top-30-Unternehmen – ein Großteil der DAX-Werte wird demnach von institutionellen Investoren gehalten.

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