Am Ende legte das schwäbische Biotech-Unternehmen Curetis den Ausgabenpreis für seine Aktien auf 10 EUR pro Aktie fest. Bei 4 Mio. neuen Aktien konnten sich die Verantwortlichen schließlich über Einnahmen von 40 Mio. EUR freuen. Damit wurden die ursprünglichen Erwartungen übertroffen. Insgesamt liegen nun rund 26,5% der Unternehmensanteile in den Händen von Investoren. Die Unternehmensbewertung liegt derweil bei rund 150 Mio. EUR.

Entsprechend erfreut zeigte sich Curetis-CEO Oliver Schacht: „Wir freuen uns sehr, dass wir eine signifikante Anzahl von renommierten institutionellen Investoren für unseren Börsengang gewinnen konnten“, sagte Oliver Schacht, CEO der Curetis. „Der Erfolg der Transaktion zeigt, dass der Kapitalmarkt den Bedarf an Diagnostika wie der Unyvero-Lösung anerkennt, die Infektionskrankheiten und Antibiotikaresistenzen adressieren.“ Schon vor dem IPO an der Euronext hatten die Altinvestoren erklärt, Aktien im Wert von mindestens 15 Mio. EUR zu zeichnen.

Zwar sah der ursprüngliche Plan vor, bis zu 4,8 Mio. Wertpapiere  zu einem Preis von 9,50 EUR bis 12,00 EUR zu platzieren. Doch hatte das Unternehmen betont, für die geplanten Wachstumsvorhaben eine Summe von rund 29 Mio. EUR zu benötigen. Dass das nun generierte Kapital unter dem potenziell möglichen Maximalerlös von 57,7 Mio. EUR lag, dürfte daher kaum ins Gewicht fallen.

Curetis entwickelt PCR-basierte Einwegkartuschen, mit denen Antibiotikaresistenzen von Patienten innerhalb weniger Stunden entdeckt werden können. Im Normalfall brauchen Krankenhäuser dafür bis zu drei Tage. Mit dem neu eingeworbenen Kapital soll ein möglicher Markteintritt in den USA vorangetrieben und die Entwicklung weiterer Diagnostikkartuschen finanziert werden, so auch für gastrointestinale Infektionen und die Untersuchung von Blutkulturen.

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