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COVID-19 belastete bereits die Aussichten für die Ölnachfrage und das globale Wachstum. Nun setzt die Entscheidung, die Ölproduktion zu erhöhen, den Ölpreis, die globalen Aktien und die globalen Wachstumserwartungen weiter unter Druck. Von James Donald

Nachdem die Ölpreise auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken waren, hatten die Zentralbanken mit zusätzlichen Stimulierungsmaßnahmen gegengesteuert. Ein erneuter Rückgang des Ölpreises könnte für Ölexporteure wie Russland, Kolumbien, Mexiko und Brasilien eine größere Herausforderung darstellen. Die Ölimporteure unter den Schwellenländern könnten hingegen von niedrigeren Ölpreisen profitieren. Dazu zählen Indien, Indonesien, die Philippinen, Südkorea, die Türkei sowie Mittel- und Osteuropa. Entscheidend wird es nun sein, auf Portfoliozuflüsse zur Deckung von Leistungsbilanzdefiziten zu achten.

Die vergangene Woche hat die Kluft zwischen Growth- und Value-Titeln erheblich verschärft und sobald sich die Gegebenheiten auch nur ein wenig verändern, könnten wir kurz vor einer großen Veränderung bei der Marktführerschaft stehen. Die Schwellenländermärkte sind vom Wachstum abhängig, und in diesem Jahr hätte die Wachstumsprämie, die die Schwellenländer gegenüber den entwickelten Märkten bieten, sie wieder in die Gunst der Investoren rücken sollen – so zumindest die ursprüngliche Erwartungshaltung. Diese Entwicklung wird nun jedoch erst verzögert eintreten können, frühestens in der zweiten Jahreshälfte, möglicherweise auch erst im kommenden Jahr.

Wir haben den Ausverkauf seit Jahresbeginn genutzt, um in hochwertige Unternehmen, insbesondere in Indien, zu investieren, wodurch wir unsere Positionen in den Bereichen IT-Dienstleistungen, Agrochemie, Energie und Kommunikationsdienstleistungen stärken konnten. Zudem haben wir unsere Allokation in Bereichen leicht reduziert, die zuletzt eine überdurchschnittliche Wertentwicklung aufweisen konnten. Das betrifft chinesische Glücksspiel- und Industrieunternehmen sowie die koreanische Halbleiterbranche.“