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Das Corona-Virus beschäftigt uns derzeit alle – sowohl beruflich als auch privat. Während Fluggesellschaften, die Tourismusbranche und das Gastronomiegewerbe derzeit unmittelbar davon betroffen sind, ist das tatsächliche wirtschaftliche Ausmaß der Coronakrise für viele Unternehmen noch nicht absehbar. Fest steht aber jetzt schon, dass vor allem KMU und Freischaffende die Leidtragenden sein werden.

Christoph Gerlinger, Gründer und Geschäftsführer der German Startups Group, meldet sich nun zu Wort und schlägt der Regierung drei Freeze-Maßnahmen vor, um einen melt-down oder gar wipe-out des Eigenkapitals der deutschen Wirtschaft und eine daraus resultierende Massenarbeitslosigkeit und neuerliche Finanzkrise durch selbstverstärkende Spiraleffekte zu verhindern.

Folgende Maßnahmen empfiehlt er dem Finanz- und Wirtschaftsministerium:

1.Erstattung von 90% des Epidemie-bedingten Rohertragsausfalls an Unternehmen, Gewerbetreibende, Freiberufler und Künstler durch die öffentliche Hand

2.Verbot Epidemie-bedingter Kündigungen von Mitarbeitern

3.Gewährung einer mehrmonatigen Put-Option an Aktionäre börsennotierter deutscher Gesellschaften bei 90% der Vor-Epidemie-Aktienkurse durch die öffentliche Hand

Diese Maßnahmen würden nach Gerlingers Überzeugung wegen der selbstverstärkenden Positiveffekte weit weniger kosten als vermutet. Denkbar wäre, dies z.B. über Bundesanleihen zu null Zinsen zu finanzieren.

„Die Regierung würde damit nicht den Personen- und Sachschaden erst nach dem Unfall ersetzen, sondern den Unfall verhindern und damit großes Leid von den Menschen abwenden“, so der CEO des Risikokapitalgebers.

Die seit 2015 an der Börse notierte German Startups Group setzt ihren Fokus auf junge, schnell wachsende Unternehmen, indem sie Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen durch Bereitstellung von Venture Capital erwirbt.

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Über den Autor

Svenja Liebig ist Redaktionsleitern Kapitalmarktmedien bei der GoingPublic Media AG. Ihre Schwerpunktbereiche liegen bei Themen rund um IPOs, Investor Relations, Unternehmensfinanzierung und den Kapitalmärkten in Österreich und der Schweiz.