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Das zweite Halbjahr wird an den Kapitalmärkten laut einer Einschätzung der PEH Wertpapier AG weiterhin durch Volatilität geprägt sein. Aussichtsreich seien vor allem US-Technologiewerte, während für europäische Aktien laut des Vermögensverwalters eher eine unterdurchschnittliche Entwicklung erwartet wird.

Gründe für die Marktturbulenzen: Die protektionistische Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump ist trotz der jüngsten Annäherung  zwischen den USA und China noch nicht vom Tisch. Dies verdeutlicht auch die erneute Androhung Amerikas, Zölle auf EU-Handelsgüter wie Whisky oder Oliven einzuführen. Der anstehende Brexit könnte zu zusätzlichen Volatilitäten führen.

Digitalisierung bleibt Treiber

Martin Stürner
Martin Stürner, CEO der PEH Wertpapier AG, gibt Ausblicke auf das zweite Halbjahr.

Der Trend zur Digitalisierung dürfte laut Martin Stürner, Vorstand von PEH, der größte Wachstumstreiber an den Finanzmärkten bleiben. Amerikanische Technologiegiganten wie Alphabet, Apple, Microsoft oder Facebook geben hierbei weiterhin den Takt der Digitalisierung vor. Aufgrund ihrer starken Marktposition dürften sie ihren positiven Wachstumstrend auch im zweiten Halbjahr fortsetzen. Schwächephasen der Technologietitel stellen entsprechend auch im zweiten Halbjahr 2019 gute Einstiegsmöglichkeiten dar. Angesichts des Wachstumstrends könnte der amerikanische Technologieindex Nasdaq 100 bis zum Jahresende auf knapp 9.000 Punkte steigen. Auch der Dow Jones Industrial Average-Index, in dem sich wichtige Technologieunternehmen befinden, könnte in der zweiten Jahreshälfte auf über 30.000 Punkte klettern.

Bei europäischen Unternehmen sieht das Bild hingegen etwas anders aus: Diese hinken dem digitalen Wandel eher hinterher – weshalb bei europäischen Aktien nach Stürner eine merklich weniger positive Entwicklung als bei US-amerikanischen Titeln zu erwarten ist.

Die angedeutete Zinssenkung durch die US-Notenbank würde wie von US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, den US-Dollar abwerten und die amerikanische Exportwirtschaft ankurbeln. Damit würde der Trend der Dollaraufwertung gebrochen. Der Euro-/US-Dollar-Kurs könnte nach Einschätzung Stürners in den kommenden Monaten wieder über 1,20 steigen.

Anleihen überbewertet

Der Trend zu negativen Zinsen bei kurzlaufenden deutschen Staatsanleihen hatte sich zuletzt fortgesetzt: Bei -0,7 Prozent bei zwei- bis fünfjährigen Bundesanleihen seien die Verluste bis Endlaufzeit damit schon vorprogrammiert. Letztlich könnte Bondinvestoren durch das extrem negative Chancen-/Risikoverhältnis in dieser Assetklasse im zweiten Halbjahr 2019 ein „Kursdebakel“ drohen.

Die PEH-Gruppe zählt mit einem betreuten Vermögen von 10,5 Mrd. EUR  zu den nach eigenen Angaben führenden banken- und versicherungsunabhängigen Finanzdienstleistern im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen wurde 1981 gegründet und ist inhabergeführt; mit Martin Stürner als CEO.  Als Multi-Manager-Finanzhaus bietet PEH Vermögensverwaltung für Private Kunden sowie spezielle Produkte und Anlagelösungen für institutionelle Investoren.

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de