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Die Prager Börse ist im Normalfall nicht für große Börsengänge bekannt – jedoch könnte sich das bald ändern: So will die amerikanische GE Money Bank ihre tschechische Tochter Moneta Money zu einem Mehrheitsanteil von mindestens 51% an die Börse der tschechischen Hauptstadt bringen. Erstnotiz soll voraussichtlich am 6. Mai sein – die MarketCap könnte bei 35 Mrd. bis 43 Mrd. tKr. liegen (1,3 Mrd. bis 1,6 Mrd. EUR).

Performance des tschechischen Leitindex PX seit April 2015. Quelle: www.pse.cz
Performance des tschechischen Leitindex PX seit April 2015. Quelle: www.pse.cz

Bislang fristete die tschechische Börse, die seit 2008 mehrheitlich (92,4%) der Wiener Börse und der CEE Stock Exchange gehört, eine Art „Mauerblümchendasein“, da es seit Jahren kein größeres IPO mehr gegeben hat. Der Leitindex PX wird von fünf Titeln dominiert: dem Stromkonzern CEZ, den Banken Erste Group und Komercni Banka, dem Versicherer VIG sowie dem Telekomunternehmen O2. Die gesamte Marktkapitalisierung beträgt lediglich rund 192 Mrd. tKr.; die Handelsumsätze sind gering.

Neben dem geplanten Börsengang der GE-Tochter in Prag, hatte auch das lokale Energieunternehmen EPH vor einiger Zeit angekündigt, ein IPO an der hiesigen Börse über die Bühne zu bringen – jedoch wurden die Pläne kurzerhand abgesagt.

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