Der Vermögensverwalter BlackRock ist bei seiner jährlichen Umfrage unter institutionellen Investoren weltweit zu dem Ergebnis gekommen, dass die Mehrheit der Befragten mit Aktieninvestments aktuell vorsichtig umgehe.

So gaben 51% der befragten institutionellen Investoren an, ihre Allokationen in Aktien verringern zu wollen – im vergangenen Jahr waren es noch 35% der Anleger. Ein Großteil der Investoren sei besorgt darüber, dass sich der Konjunkturzyklus in nächster Zeit wenden könnte;  dies sei ein großer Einflussfaktor, der die Wahl der Assets bestimme.

USA und Kanada – Zurückhaltung bei Aktien

Am stärksten ist dieser Trend in den USA und Kanada zu beobachten: Rund 68% der Umfrageteilnehmer gaben hier an, ihre Aktieninvestments künftig herunterschrauben zu wollen – nur 27% teilten hingegen diese Meinung in Kontinentaleuropa.

Wichtiger geworden seien laut Studienergebnisse dagegen folgende Assetklassen: Realvermögen (+54%), Private Equity (+47%) und Immobilien (+40%).

Quelle: 2019 Global Institutional Rebalancing Survey, BlackRock.
Quelle: 2019 Global Institutional Rebalancing Survey, BlackRock.

Regionale Unterschiede spiegeln sich vor allem auch bei Makro- und Markteinflüssen, die die Asset-Allokationen beeinflussen, wider: So sei die Mehrheit (52%) der Befragten in den USA und in Kanada besorgt über steigende US-Zinsen; während 46% der Befragten in der EMEA-Region und 40% im asiatisch-pazifischen Raum geopolitische Instabilitäten als eines der beiden größten Makrorisiken bezeichneten (gegenüber 20% der Investoren in den USA und Kanada).

Über den Autor

Svenja Liebig ist Redakteurin des GoingPublic Magazins sowie verantwortlich für goingpublic.de