Immer mehr Unternehmen setzten auf eine aktienbasierte Mitarbeitervergütung – dabei sind Unternehmertum und Teilhabe die entscheidenden Faktoren, warum börsennotierte Unternehmen sich für diesen Weg entscheiden. Eine aktuelle Studie mit dem Titel Global Equity Insights Survey (GEIS) der Managementberatung hkp/// group gibt Aufschlüsse über die Kernziele von aktienbasierter Vergütung und welche Vorteile damit einhergehen.

Kernergebnis 1: In erfolgreichen Unternehmen ist Langfristvergütung vermehrt zugänglich

Einem großen Teil der Belegschaft Langfristvergütung zugänglich zu machen, erweist sich auch im Jahr  2019 als erfolgskritisch für die Unternehmensperformance. Je weiter die aktienbasierte Vergütung in das Unternehmen hineinreicht, desto erfolgreicher ist es. Gemessen an der Gesamtaktionärsrendite (Total Shareholder Return, TSR) der letzten drei Finanzjahre haben 42 % der leistungsstärksten Unternehmen ihrer gesamten Belegschaft weitreichende Long-Term Incentive Pläne (LTIP) angeboten. Bei den leistungsschwächsten Unternehmen tun dies im Vergleich nur ein Viertel. Bei den Aktienkauf- bzw. Mitarbeiterbeteiligungsplänen (Share Purchase Plans/SPP) zeigt sich ein ähnliches Bild: 80% der leistungsstarken Unternehmen haben einen SPP, wohingegen dies nur auf 61% der leistungsschwächsten zutrifft.

Quelle: Global Equity Insights Survey

„Die Verbindung zwischen Leistung und Aktienkultur ist ungebrochen und weiterhin nicht nur für das Top Management von Bedeutung. Im Gegenteil, die Unternehmen bieten auch Beschäftigten im unteren Hierarchiebereich beachtenswerte Möglichkeiten zum Aktienerwerb. Dies trägt zu einer gestärkten Eigentümerkultur bei und fördert langfristiges Denken und Entscheiden im Sinne des Unternehmens“, erklärt David Voggeser, GEIS-Studienleiter und Senior Manager der hkp/// group.

Kernergebnis 2: Entwicklungsländern bevorzugen zunehmend aktienbasierte Vergütung

Besonders in aufstrebenden Märkten bevorzugen Menschen aus einer Vielzahl von Gründen aktienbasierte Vergütung. Beinahe 85 % der teilnehmenden, in China aktiven Unternehmen gaben an, dass sie ihren Mitarbeitern LTI anbieten und fast 50 % der Unternehmen haben sich vor Ort registrieren lassen, um den lokalen regulatorischen Vorschriften für die aktienbasierte Vergütung zu entsprechen. Mit Blick auf China hat sich 2019 sogar gezeigt, dass das Angebot der Aktienvergütung ein deutlicher Wettbewerbsvorteil im Kampf um Talente ist. Hier werden LTIP auch als Selbstverständlichkeit angesehen. Der Verzicht darauf wird zum Wettbewerbsnachteil, weil Spitzenkräfte die Berechtigung für diese individuellen Vergütungskomponenten erwarten.

Kernergebnis 3: Beschäftigten sollten Aktionäre werden

Die Studie formuliert konstruktive Argumente für Aktienprogramme: So gab der überwiegende Teil der Unternehmen an, mit ihren Programmen Mitarbeiter zu unternehmerisch denkenden Miteigentümern machen zu wollen. Bei der internen Vermittlung der mit der Aktienvergütung verbundenen Vorteile, ist die Betonung von Unternehmertum und Teilhabe ein wichtiger Schlüssel. Eine Vergütungsstrategie, die auf eine tief verankerte und austarierte Aktienkultur setzt, erweist sich als ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg.

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