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Der internationale Anbieter von Kochboxen HelloFresh will mit dem Börsengang einen Emissionserlös von bis zu 300 Mio. EUR erzielen, um das weitere Wachstum zu forcieren und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Das Börsendebüt könnte vermutlich noch innerhalb der nächsten vier Wochen über die Bühne gehen.

HelloFresh bereitet die Notierung im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse vor. Das Angebot soll dabei aus neuen Aktien aus einer Barkapitalerhöhung bestehen und ebenso eine Mehrzuteilungsoption enthalten. Das Unternehmen strebt dabei ein Emissionsvolumen von ca. 250 – 300 Mio. EUR ein, welches für das weitere Wachstum und für den Aufbau neuer Geschäftsfelder genutzt werden soll. Am Börsengang sollen dabei Berenberg, BNP Paribas, Deutsche Bank, J.P. Morgan und Morgan Stanley als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners sowie die Rabobank als Co-Lead Manager beteiligt werden.

HelloFresh – eine Beteiligung von Rocket Internet, die bereits im Juni Delivery Hero an die Börse gebracht haben – wurde 2011 gegründet und ist aktuell der einzige Kochbox-Anbieter, der auf mehreren Kontinenten präsent ist. In aktuell 10 Ländern bietet HelloFresh Haushalten Mahlzeiten auf Rezept per Lieferung nach Hause an. Das über 2000 Mitarbeiter umfassende Unternehmen hat im zweiten Quartal 2017 an etwa 1,3 Mio. aktive Kunden ausgeliefert.

HelloFresh bezieht dabei über 50% der Lebensmittel direkt von lokalen Produzenten, was die Zahl der Zwischenhändler, Lager- und Liegezeiten der Zutaten wie auch die Kosten für die Beschaffung und Lagerung der Zutaten reduzieren soll. Mit weltweit sieben Produktionszentren kann HelloFresh dabei alle seine Kernmärkte bedienen.

In Q2/2017 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über 230 Mio. EUR (H1 2017: 435,4 Millionen Euro). Das entspricht einer Steigerung des Quartalsumsatzes seit dem ersten Quartal 2014 um das 26-fache. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 25 Prozentpunkte auf minus 7,4%. HelloFreshs strategisches Ziel ist es innerhalb der nächsten 15 Monate auf Gruppenebene die Gewinnschwelle im bereinigten EBITDA zu erreichen.

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