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Das auf die Herstellung von Polyurethan spezialisierte chinesische Chemieunternehmen Decheng Technology hat seine Zeichnungsfrist gestern planmäßig beendet: Demnach konnten 729.857 Aktien der insgesamt 3 Mio. Angebotsaktien zum Stückpreis von 3,50 EUR bei Investoren platziert werden.

Das Bruttoemissionsvolumen beträgt somit rund 2,6 Mio. EUR – ursprünglich geplant waren 10, 5 Mio. EUR. Begründet wird das niedrigere Emissionsvolumen mit dem für chinesische Unternehmen generell schwierigen Marktumfeld hierzulande sowie den aktuellen Brexit-Sorgen, teilte das Unternehmen am dienstagfrüh mit.

Decheng erklären ihr Geschäftsmodell. Rechts: CEO Xiaofang ZHU
Decheng während eines Pressegesprächs in Frankfurt am Main. Rechts: CEO Xiaofang ZHU, links: Cern Yong Teo, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates.

„Wir müssen akzeptieren, dass die grundsätzlichen Vorbehalte der Anleger gegen chinesische Unternehmen nach wie vor sehr stark sind. Dass wir trotz schwieriger Bedingungen dennoch auf viel positive Resonanz bei Investoren sowie Industrie gestoßen sind, ist für mich ein Beleg der Glaubwürdigkeit und Solidität unseres Geschäftsmodells“, erklärt Xiaofang Zhu, CEO von Decheng Technology.

Die Erstnotiz von Decheng soll voraussichtlich am 28. Mai im General Standard der Frankfurter Börse erfolgen. Nach der Emission beträgt das Grundkapital von Decheng Technology 30,7 Mio. EUR eingeteilt in 30,7 Mio. Aktien. Damit ergibt sich eine Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum Börsengang von 107,6 Mio. EUR. Der Free-Float liegt bei rund 20%
Mit der Börsennotierung des chinesischen Unternehmens in Frankfurt erhofft sich Decheng u.a. neue Kooperationspartnerschaften.

„Als in Deutschland börsennotiertes Unternehmen verfügen wir in unserem Heimatmarkt China über einen Reputationsvorsprung gegenüber einheimischen Anbietern. Und schließlich sind wir überzeugt, dass es uns leichter fällt, deutsche oder europäische Partner in Industrie und Forschung zu gewinnen, wenn wir hier vor Ort sind“, so Decheng-CFO Guan Hoe Ooi in einem Gespräch mit dem GoingPublic Magazin.

Die Erlöse aus dem Börsengang sollen zu 50% in Forschung & Entwicklung investiert werden, damit existierende Produkte weiterentwickelt sowie Grundlagenforschung und neue Produktentwicklungen finanziert werden können, so das Unternehmen. Damit wolle sich die Gesellschaft einen Technologievorsprung sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern. 20% der Erlöse sollen außerdem für Marketing und die verbleibenden 30% für Betriebsmittel verwendet werden.

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