Der Anlagenbauer Exyte kommt vorerst wohl doch nicht an die Frankfurter Börse: So seien die Marktbedingungen aktuell nicht ideal, sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Samstag.

In Insiderkreisen vermutet man allerdings, dass die Bewertung zu hoch angesetzt war – immerhin  war ein Börsenwert von 2,5 bis 3 Mrd. EUR angepeilt worden. Mit den Erlösen aus dem IPO wollten die Stuttgarter in erster Linie ihr Wachstum und ihre Buy-and-Build-Strategie weiter umsetzen. Etwa 25 bis 30% der Anteile wollte der österreichische Eigentümer Georg Stumpf dabei an der Börse veräußern.

Mit über 4.800 Mitarbeitern erzielte Exyte im Jahr 2017 einen Umsatz von mehr als 2,4 Mrd. EUR und damit ein Plus von 13% gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigtes EBIT lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 108 Mio. EUR (+26% ggü. Vorjahr). Das Unternehmen war erst Anfang August von M+W-Group in Exyte umgetauft worden.

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Erst vor rund einer Woche hatte der E-Rollerhersteller Govecs bekannt gegeben, seine Zeichnungsfrist zu verlängern und den Börsengang später als geplant stattfinden zu lassen.

Trotz allem stehen weitere Börsengänge in Kürze in Frankfurt auf der Agenda, u.a. das IPO von Knorr-Bremse oder Westwing.

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