Das ging schnell – nachdem vor knapp zwei Wochen die Deutsche Familienversicherung, kurz: DFV, ihre IPO-Pläne kurzerhand abgesagt hatte, will sich das Insurtech jetzt doch noch in diesem Jahr an die Börse wagen: Die Möglichkeit zur Zeichnung der Aktien wird bereits ab morgen bestehen.

Der Angebotszeitraum wird am 29. November enden. Die Aktien kommen mit 12 EUR je Wertpapier nun günstiger als ursprünglich geplant auf den Markt – bei der ersten Angebotsfrist, die eigentlich am 9. November enden sollte, lag die Preisspanne noch bei 17 bis 23 EUR. Das neue Angebot umfasst 3,8 Mio. Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie eine Mehrzuteilungsoption bestehend aus 570.000 Aktien, die den Konsortialbanken aus dem Bestand einer Aktionärin in Form eines Wertpapierdarlehens zur Verfügung gestellt werden.

Unter der Annahme der vollständigen Ausübung der Greenshoe-Option wird das Gesamtemissionsvolumen voraussichtlich  rund 52 Mio. EUR betragen, welches vollständig der Gesellschaft zufließt. Die Handelsaufnahme der Aktien im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 4. Dezember  geplant. Der Freefloat wird bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option voraussichtlich über 17 % betragen.

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Hauck & Aufhäuser begleiten gemeinam mit der Mainfirst Bank das IPO als Konsortialbanken. Vor etwa zwei Wochen hatte die DFV ihre IPO-Pläne laut eigener Aussage aufgrund des aktuell schwierigen Marktumfelds vorerst auf Eis gelegt – nachdem bereits in den Wochen zuvor weitere IPO-Kandidaten, z.B. GOVECS, ihre Pläne verschoben hatten. Das Frankfurter Unternehmen wollte ursprünglich bis zu 93 Mio. EUR durch den Börsengang erlösen.

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