[01] DIRK-STIMMUNGSBAROMETER: RATINGAGENTUREN
Das Geschäftsklima in Deutschland befindet sich laut DIRK- Stimmungsbarometer im Herbst auf einer Abwärtskurve. Dennoch bleibt es noch deutlich über dem Niveau des Jahres 2009, als im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise die niedrigsten Werte überhaupt gemessen wurden. Außerdem wurde die Arbeit von Ratingagenturen bewertet. In der Kritik stehen hier insbesondere die fehlende Transparenz und Neutralität.
Sowohl die aktuelle Situation als auch die wirtschaftlichen Aussichten werden zunehmend skeptisch gesehen. Insgesamt 19 % der IR-Experten gehen davon aus, dass für ihre Unternehmen die derzeitige Situation schlechter als vor einem halben Jahr ist. In der Frühjahrsumfrage sagten dies lediglich 8 %. Eine weitere Abwärtsentwicklung in den kommenden Monaten erwarten 21 %, knapp die Hälfte bewertet die zukünftige Situation als stabil.
Das Sonderthema in der Herbst-Umfrage behandelt die Einstellung zu Kreditratingagenturen, welche Bedeutung ihnen zugemessen wird und zu Verbesserungsmöglichkeiten. Von den befragten Unternehmen beauftragen mehr als ein Drittel Ratingagenturen. Davon verfügen mehr als die Hälften über zwei und fast ein Drittel über drei oder mehr Bewertungen. Vor allem DAX-Unternehmen nutzen das Kreditrating, knapp 80 % von ihnen sind geratet. Erwartungsgemäß dominieren die großen drei Ratingagenturen Standard & Poor's, Moodys und Fitch den Markt in Deutschland.
Die wichtigsten Gründe für die Beauftragung einer Kreditrating- agentur sind verbesserte Refinanzierungsbedingungen, Verbreiterung der Investorenbasis und ein gesteigertes Ansehen im Kapitalmarkt. Die Unternehmen, die sich gegen ein Kreditrating entscheiden, führen hohe Kosten an oder sehen keinen aktuellen Anlass hierfür. Soll allerdings eine Anleihe platziert werden, so ziehen es 60 % der befragten IR-Manager in Betracht, eine Ratingagentur zu beauftragen.
Die IR-Manager beurteilen Ratingagenturen als einflussreiche und teure Meinungsmacher, denen es an Transparenz und Neutralität mangelt. Lediglich 20 % bezeichnen die Agenturen als neutral und knapp die Hälfte ist der Meinung, dass deren Bedeutung überbewertet wird. Folgt man den Einschätzungen der IR-Manager, wird sich die Bedeutung der Ratingagenturen ändern. 31 % erwarten, dass die Agenturen innerhalb der nächsten drei Jahre an Bedeutung verlieren und nur rund 13 % glauben, dass sie noch wichtiger werden. Dementsprechend positiv wird die anhaltende Diskussion über Ratingagenturen, deren Zukunft und die Schaffung einer europäischen Agentur bewertet – mehr als 70 % schätzen sowohl die Debatte selbst als auch eine Veränderung der derzeitigen Situation als wichtig ein. Lediglich 6 % sind mit der aktuellen Situation zufrieden.
Gefragt nach der idealen Ratingagentur, sprechen sich 40 % für eine Stiftung als Rechtsform aus und über zwei Drittel würden ein Modell bevorzugen, bei dem die Investoren für das Rating bezahlen. Die Bewertungen selbst sollten weiterhin auf öffentlichen und vertraulichen Informationen beruhen und mindestens alle sechs bis zwölf Monate aktualisiert werden. Etwa 65 % sehen die Ratings als eine Dienstleistung an und fordern deshalb auch, dass die Agenturen für ihre Aussagen haften sollten.
Mehr Informationen unter http://www.dirk.org/
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[02] SCHOLL NEUE DIRK-GESCHÄFTSFÜHRERIN
Neues, aber doch bekanntes Gesicht beim Deutschen Investor Relations Verband (DIRK): Christa Scholl (45) ist die neue Geschäftsführerin, wie auf der Mitgliederversammlung des Verbandes am 14. Oktober in Düsseldorf mitgeteilt wurde.
Scholl ist seit mehr als zwölf Jahren im Bereich Unternehmens- kommunikation und IR tätig. Vor ihrem Wechsel zum DIRK war sie als Senior Director Vorstandsstab, Strategie & Kommunikation beim Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe für die interne und externe Kommunikation, für IR sowie die Gremien-, Verbands- und Lobbyarbeit verantwortlich.
In ihren vorherigen Stationen innerhalb der deutschen Banken- und Finanzdienstleistungsbranche hat die Bankkauffrau und Betriebs- wirtin Börsengänge begleitet und IR-Abteilungen auf- und ausgebaut, u.a. bei der Berliner Effektengesellschaft AG.
Mehr Informationen unter http://bit.ly/uuKtDd
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Online Geschäftsbericht – „weniger ist mehr“ Warum eine Jury mehr Übersichtlichkeit und weniger Effekthascherei bevorzugt. http://blog.investis.com/2011/09/weniger-ist-mehr/
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